PUG - Wolfsburg e.V. Parteipolitisch Unabhängige Gemeinschaft Wolfsburg e.V.

Anfrage zur Ratssitzung am 24. Juni Gesundheitskarte

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die P.U.G.-Fraktion bittet um Zulassung und Beantwortung der folgenden Ratsanfrage:

 

Im Jahr 2007 wurde die elektronische Gesundheitskarte werbewirksam eingeführt. Eine erste Testphase sollte bis 2009 andauern. Als Begründung wurden weniger Verwaltungsaufwand für Kassen und Ärzte, ein höheres Maß an Transparenz sowie die Vereinfachung von Abläufen für Krankenkassen, Ärzte, Apotheken und Patienten genannt. Unter anderem sollte mit der Einführung eine schnellere und effizientere Behandlung von Patienten und die Vermeidung von Doppelbehandlungen erreicht werden. Insgesamt sollte eine Kosteneinsparung der Krankenkassen von bis zu 1 Milliarde Euro erzielt werden.

 

10.000 Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger wurden in der Testphase mit einer solchen Karte ausgestattet.  24 Ärzte, 14 Apotheken und das Wolfsburger Klinikum sollten sich an dem Pilotprojekt beteiligen.

 

Die ursprüngliche Idee der Wolfsburg AG, mit der Einführung der neuen Gesundheitskarte ein Know-How-Gewinn für alle beteiligten Akteure in der Region zu erzielen und Wolfsburg als Kompetenzzentrum für Gesundheit aufzubauen, scheint aus Sicht der P.U.G.-Fraktion ins Stocken gekommen zu sein. Bei genauer Betrachtung konnte die gewünschte Wirkung bislang noch nicht erzielt werden.

 

Wir fragen die Verwaltung:

 

  1. Wie wurde die neue Gesundheitskarte von den beteiligten Akteuren angenommen, und in welchem Umfang sind Kassen, Ärzte, Apotheken und Patienten heute noch eingebunden?

  2. In welcher Form hat die Stadt Wolfsburg die Einführung der Gesundheitskarte bisher unterstützt?

  3. Warum sind die gewünschten Vereinfachungen für die Patienten, z.B. im Klinikum nicht eingetreten?

Mit freundlichem Gruß

 

Bärbel Weist                                      Detlef Barth

Fraktionssprecherin                           Fraktionsgeschäftsführer